Dienstag, 8. November 2011

Cordstoff zum Verzweifeln

Manchmal ist der Stoff auf dem Ballen im Geschäft schöner als in Wirklichkeit und vor allem unter der Nähmaschine.

Am Anfang war ich ja noch sehr angetan von dem schönen schokoladenbraunen Cordstoff, den ich bei den Oberlausitzer Leinentagen (neben anderen Stoffen) im August gekauft hatte. Er war schön dick und sollte damit genau das Richtige für eine Winterhose für Herrn F. sein. Und weil mir die Qualität eben so angenehm erschien, habe ich etwas mehr mitgenommen für einen Cordrock für mich. Was im nachhinein gerade so reichen sollte.

Genäht habe ich nach einem bewährten weil angepassten Hosenschnitt (verschmälert und verlängert) aus der Ottobre. Aber schon beim Zuschneiden habe ich gemerkt, dass selbst meine gute Zuschneideschere (ja, ich nehme den Rollschneider zur bei rutschigen Stoffen) ganz schön kämpfen musste. Durch den Flor und eben die Dicke. Und dann erst das Nähen! Ich hatte ja schon beim Bund und den Taschen einen farblich passenden Baumwoll-Gabardine eingeplant. Denn vier Lagen wären zu viel Geknubbel geworden.

Aber bei den Taschen, die ja neuerdings nicht fehlen dürfen, habe ich mich an einen Trick erinnert, der das Bügeln umgeht und man trotzdem schöne hintere Hosentaschen bekommt. Der endgültige Test steht noch aus, denn das Soluvlies muss sich erst noch rauswaschen. Vorn hatte ich die Faxen dicke und habe nur eine Hosentasche gemacht. Ich glaube, Herr F. nimmt mir das nicht übel.

Und nun habe ich aus dem längentechnisch letzten Rest einen Rock zugeschnitten. Es musste ein sehr einfaches Schnittmuster mit wenigen Nähten sein. Also wirklich ein absoluter Basisschnitt aus der einer alten Burda.Aber weil mir das dann doch etwa nackig schien, habe ich mal experimentiert und zeig euch mal einen Teaser. Mehr, wenn das Teilchen fertig ist.


Schnitt Rock: 113 aus Burda 02/2003
Schnitt KInderhose: 21 aus Ottobre 01/2009

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