Samstag, 5. Februar 2011

Jedem seine Methode - wie mein Quiltsandwich entsteht

Tutorials sind eine feine Sache. Im Quiltbereich sind sie meist in englischer Sprache verfasst und das ist nicht jedermanns Sache. Und dann gibt es eben sehr viele zu einem Thema - siehe Binding. Nun ist meines zum Thema wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber eben auf Deutsch abgefasst.

Und so dachte ich mir, da kannste doch glatt mal eins zum Basten machen. Sprich zu jenem Prozedere, das das Zusammenheften der drei Teile eines Quilts meint. Also Vorderseite/Top auf Vlies/Batting und das wiederum auf die Rückseite/Backing. Denn mit vielen für gut befundenen Vorgehensweisen bin ich gar nicht zurecht gekommen. Ich weiß nicht mehr, wo ich das vor ein paar Jahren gesehen habe, aber diese Art gefiel mir und stellte sich auch als das Optimum heraus. Weil ich mich noch gut an einen der ersten Quilts erinnere, bei dem ich ständig die Angst hatte, dass ich bei den (damals noch geraden) Nähten doch wieder die Bugwelle erscheint. Aber bei den inzwischen doch eher freihand gequilteten Stücken ist mir das nur einmal passiert, aber da war ich wirklich selbst schuld.

Meine Geheimwaffe heißt Malerkrepp. Mit der wird die Rückseite auf dem Parkett festgepappt.


Praktischerweise kann ich mich maßmäßig ein bissel am Holz orientieren (also an den einzelnen Parkettstäbchen). Und damit man die Rückseite auch faltenfrei bekommt, darf es gerne straff sein. Nun aber nicht gleich zerren, sondern mit dezentem Zug.


Darauf kommt das Vlies (bei mir ist es immer Baumwollvlies), das ebenso wie die Rückseite ein paar Zentimeter größer als das Top ist, man weiß ja nie. Und darauf nun wieder das Top. Das Ganze schön glatt streichen, und nun darf gesteckt werden.


Ich nehme dafür die gebogenen Sicherheitsnadeln von Prym. Die gibt es im 150er Pack, und der hat bislang für alle Quilts gereicht. Denn ich stecke nicht so sehr eng.


Wenn ich meine, dass alles ausreichend miteinander verbunden ist, kommt der Malerkrepp ab, und schon habe ich mein Sandwich fertig. Das wird dann normal zusammengelegt und wartet aufs Quilten.


Ich weiß, dass es tausend andere Möglichkeiten fürs Basten gibt. Die Zusammenheft-Pistole will ich meinem Boden nicht antun, und Klebespray (das hat sicher einen richtigen Namen) finde ich für die Nadel (die Nähma-Nadel, nicht die Sicherheitsnadeln) nicht so prickelnd. Das verklebt mir zu leicht.

So, und nun quilte ich. Dabei bin ich ja auch nicht die Schnellste, da ich dann immer auf unseren großen Tisch ausweichen muss. Sagte ich schon, dass ich das die fast schönste Arbeit finde. Wenn man so mäandernd über den Quilt fährt. Einzig nach den ultimativen Quilthandschuhen suche ich noch. Derzeit arbeite ich mit einer speziellen Art von Gartenhandschuh, der nur an den Fingern und der Handinnenfläche mit Gummi überzogen ist. Sie sind nicht schlecht, aber ich glaube, da könnte es noch etwas Besseres geben.

Schönes Wochenende!

Kommentare:

  1. Man muß das Klebespray gut trocknen lassen, einige Stunden, am besten über Nacht, dann verklebt die Nadel beim Quilten nicht.
    Liebe Grüße, Barbara

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  2. Hallooo...
    bin gerade auf deinem Blog gelandet...und finde deine Beschreibung fürs Quilt heften, ganz klasse...herzlichen Dank dafür!

    LG Klaudia

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  3. Ich versuche gerade verzweifelt meinen ersten Quilt glatt zu bekommen und bin beim Googeln auf deine Seite gestoßen. Danke für die Tipps! Ich bin dann mal Malerkrepp suchen ;-)
    lg
    ela

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